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Der Umgang mit email

Wohl alle, die im Internet unterwegs sind, haben schon von Viren gehört, die als Anhang einer email die Runde machen. Diese "Attachment" genannten Anhänge können sehr verschiedener Art sein. Nicht zuletzt können es auch Word- oder Excel-Dateien sein, die die kleinen Schädlinge in Form von fiesen Makros transportieren. Grundsätzlich werden Attachments nur dem gefährlich, der sie öffnet. Eine Selbstverständlicheit sollte es daher sein, grundsätzlich keine Anhänge von unbekannten Absendern einer email zu öffnen. Am Besten löscht man solche emails sofort komplett.

Eine etwas kniffligere Sache ist es, wenn sich die elektronischen Schädlinge in einer email verbergen, die in dem im Internet üblichen HTML-Format geschickt werden. Hierbei reicht nämlich schon die normale Ansicht im Browser um die schädigende Wirkung zu aktivieren. Die Lösung für dieses Problem ist aber auch ziemlich einfach. Man stellt in seinem jeweiligen email-Programm ein, dass man nur Text verwenden möchte.

Mal vorausgesetzt, jeder hat auf seinem PC mindestens die Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die wir in dem Artikel zur PC-Sicherheit genannt haben. Dann wäre es sinnvoll, seine emails über die Website seines Providers (z.B. GMX) abzuholen. Der weitere Vorteil eines solchen Vorgehens wäre der, dass man seine emails überall lesen kann, egal an welchem Rechner man sitzt. Internetzugang und ein Browser reichen dann.

Wem das zuwenig Komfort ist und ein auf dem eigenen Rechner laufendes email-Programm benötigt, der ist auf Outlook und Co. angewiesen. Spätestens dann muss man sich allerdings etwas tiefer mit seinem System beschäftigen.

Überwachungsstaat? Danke!

(Dieses Poster steht unter CC-by-nc-nd-Lizenz)

Die meisten Anwender nutzen wohl immer noch Windows-Programme. Unter diesem Betriebssystem gibt es drei Sicherheitseinstellungen, die besonders wichtig sind für die Anfälligkeit von email-Software, nämlich ‘Active Scripting’, ‘ActiveX-Steuerelemente ausführen, die für Scripting sicher sind’ und ‘ActiveX-Steuerelemente initialisieren und ausführen, die nicht sicher sind’. Welcher Normalanwender blickt da durch?

Unter Umständen hindert man den IE sogar daran hindert, bestimmte Internetseiten überhaupt noch anzeigen zu können, wenn dort Skripte genutzt werden. Wer nämlich ‘Active Scripting’ einfach abschaltet, schaltet damit auch JavaScript für den IE aus, so dass viele Webangebote nicht mehr funktionieren.

‘ActiveX-Steuerelemente ausführen, die für Scripting sicher sind’ ist unter Windows standardmäßig aktiviert. Alle in Windows als 'sicher' gekennzeichneten Controls dürfen ungeprüft genutzt werden. Dumm nur, dass es unter Windows durchaus sein kann, dass gut 80 verschiedenen Controls ansprechbar sind.

Office 2000 von Microsoft, installierte z.B. ein so genanntes Control automatisch mit, durch das der Anwender, ohne es zu ahnen, seinen Virenschutz außer Gefecht setzt. Dabei ging es um die Sicherheit von Makros. Mittlerweile gibt es eine Korrektur (Patch) dazu.

‘ActiveX-Steuerelemente initialisieren und ausführen, die nicht sicher sind’ ist normalerweise deaktiviert. Das ist auch gut so: Ansonsten könnten Skripte nahezu frei über das System verfügen. Ist die Option nämlich aktiv, kann sich ein in eine Nachricht eingebettetes Skript zum Beispiel über das ‘Skripting.FileSystem’-Objekt beliebig auf der Festplatte zu schaffen machen. Das Implementieren eines Schädlings, der sich selbst im Autostart-Ordner festsetzt und beim nächsten Systemstart Schaden anrichtet, wäre darüber ein Leichtes.

Grundsätzlich ist es gut, wenn man sich möglichst wenig Software aus dem Hause Microsoft auf die Platte haut. Also statt des Internet Explorers beispielsweise den kostenlosen Firefox und statt Outlook lieber das ebenfalls kostenlose Programm Thunderbird nutzt.

Alles das wird Makulatur, wenn sich der Staat höchstselbst als Hacker und Datenspion betätigt, wie dies unser Innenminister gerne hätte. Big Brother is watching you.

 

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